GESCHICHTE

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Kurzchronik


1958 Arbeiterwohnheim mit Gaststätte. Träger ist die kath. Kirchengemeinde St. Josef in Göppingen

1974 Schüler/-innen der landwirtschaftlichen Berufsschule werden internatsmäßig
aufgenommen

1974-1979 Ehepaar Holzmann übernimmt die Leitung. In dieser
Zeit werden auch Ferienarbeiter aufgenommen.

1979 Gaststättenbetrieb wird
eingestellt. Das Georgsheim wird
zum Jugendwohnheim

1984/85 Anbau mit zwei
Freizeiträumen, Teeküche, sechs
Bewohnerzimmern und Toiletten

1989 die Stiftung St. Stephanus
übernimmt das Wohnheim

1999 Frau Ingrid Ziller übernimmt
die Leitung des Hauses.

2015 Trägerschaft geht auf Vinzenz von Paul gGmbH über.

Das „Georgswohnheim” wurde 1958 als „Arbeiterwohnheim” mit Gaststätte eingeweiht. Der Träger war bis 1992 die katholische Kirchengemeinde St. Josef Göppingen. Bis 1974 diente es jungen Männern als Unterkunft während der Woche. Sie arbeiteten in Göppingen und kamen aus ganz Württemberg und Bayern. Bis zu dieser Zeit wurde das Haus von katholischen Ordensschwestern geleitet.


Aufgrund zunehmender Mobilität der Arbeiter mußte die Belegung mangels Mieter 1974 grundlegend umstrukturiert werden. Nach Abzug der Ordensschwestern war die Wirtschaftlichkeit des Heimes nicht mehr gewährleistet. Das Heimkonzept erfuhr eine grundlegende Veränderung, indem zunehmend Schüler/-innen der landwirtschaftlichen Berufsschule internatsmäßig aufgenommen wurden. Von 1974 bis 1979 übernahm das Ehepaar Holzmann die Leitung des Hauses. Während dieser Zeit wurden auch Ferienarbeiter aufgenommen. Schulverwaltung und Landesjugendamt mahnten ab 1978 zwingend an, das „Georgsheim” so rasch wie möglich für die Bedürfnisse eines Jugendwohnheimes personell und räumlich zu gestalten. 1979 wurde deshalb der Gaststättenbetrieb eingestellt. Der dadurch gewonnene Raum diente nun als Speisesaal für die Bewohner.

Von 1979 bis Dezember 1998 wurde das Haus von Frau Gertrud Kuhn geleitet. Durch den Neubau des Berufschulzentrums „Öde” und die dadurch überregional organisierte Ausbildung der Berufssparten Gärtner und Floristen machte es notwendig, Übernachtungsmöglichkeiten mit Verpflegung und Betreuung für Schüler in Göppingen anzubieten. Eine ideale Lösung war, das „Georgsheim” so rasch wie möglich für die Bedürfnisse eines Jugendwohnheimes zu gestalten. 1984/85 wurde deshalb ein Heimanbau mit zwei Freizeiträumen, Teeküche, sechs Bewohnerzimmern und Toiletten erstellt.  

Ab 1989 ging die Heimbelegung aufgrund der geringen Anzahl an Auszubildenden besorgniserregend zurück. Die spektakuläre Heimschließung drohte zum 31.12.1992. In dieser Krisensituation übernahm die Stiftung St. Stephanus das Heimmanagement. In einer konzentrierten Aktion von Ministerium, Schulverwaltung, Landkreis, Berufsverbänden, Landtagsabgeordneten, Schülermitverwaltung und der Stiftung St. Stephanus wurde in sehr schwierigen und langen Verhandlungen erreicht, dass die Wirtschaftlichkeit des Heimes mittelfristig gesichert ist. Um das Heim vor der Schließung zu bewahren, setzten sich auch viele Jugendliche für „ihr Georgsheim” ein. So verbrachten z.B. 70 Schüler/-innen eine Nacht aus Protest im Klassenzimmer der Justus-von-Liebig-Schule. Andere Heimbewohner erhofften sich von einer Gesprächsrunde im Stuttgarter Kultusministerium eine Lösung des Problems. Der Protest der Jugendlichen zahlte sich aus. Die Schließung konnte verhindert werden, das Heim war in den letzten Jahren wieder sehr gut belegt.  

Im Januar 1999 übernahm Frau Ingrid Ziller die Leitung des Hauses.

Die Trägerschaft des Hauses geht zum 1.1.2015 auf die Vinzenz von Paul gGmbH über.